Clostridium difficile

Clostridium difficile ist ein Bakterium, das als Kommensale bei 2 bis 5 Prozent gesunder Erwachsener den Gastrointestinaltrakt (Verdauungstrakt) kolonisiert. Kommensale sind Lebewesen, die in Gemeinschaft mit einem Wirtsorganismus leben, von dem sie nur Abfallstoffe oder Substanzen beanspruchen, deren Entzug den Wirt nicht schädigt.

Clostridium difficile ist häufig die Ursache für den Antibiotika-assoziierten Durchfall und die Pseudomembranöse Colitis (Entzündung des Dickdarms). Grund für die Erkrankung sind die vom Bakterium gebildeten Toxine. Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö wird, z. B. auf Befundberichten, CDAD abgekürzt.

Diese Infektionen gewinnen insbesondere im stationären Bereich zunehmend an Bedeutung. In der Regel ist eine Antibiotikatherapie der Auslöser der Erkrankung und bevorzugt sind ältere und immungeschwächte Personen betroffen. Durchfallerkrankungen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Antibiotikagabe stehen, bedürfen deshalb einer besonderen Aufmerksamkeit der Pflegemitarbeiter. Clostridium difficile kann nosokomial übertragen werden.

Infektionsweg:

Das einzige Erregerreservoir ist der Mensch. Die Erreger kommen im Stuhl vor und haben die Fähigkeit Sporen (Dauerformen) zu bilden. Die Übertragung erfolgt überwiegend fäkal-oral (mit dem Stuhl – fäkal – ausgeschiedene Erreger werden über den Mund – oral – aufgenommen), z. B. über:

  • die Hände des Mitarbeiters oder der Bewohner
  • kontaminierte Gegenstände (z. B. Türgriffe, Handläufe, Toiletten)

Inkubationszeit und Ansteckungsfähigkeit:

Die Inkubationszeit ist schwer zu bestimmen. Sie beträgt in der Regel wenige Tage, kann aber auch mehrere Wochen sein. In seltenen Fällen kann sie auch mehrere Monate betragen. Die Ansteckungsfähigkeit besteht während der akuten Erkrankung.

Klinische Symptomatik:

  • leichte Durchfälle
  • Darmentzündungen unterschiedlicher Schwere bis hin zur pseudomembranösen Kolitis
  • bei pseudomembranöser Kolitis ggf. Komplikationen wie: Perforation, Sepsis, toxisches Megakolon (lebensbedrohliche akute Erweiterung des Dickdarms)

Ein tödlicher Ausgang der Erkrankung ist möglich.

Präventionsmaßnahmen:

Die Prävention der Weiterverbreitung von Clostridium-difficile-bedingten Durchfällen beruht auf der frühzeitigen Erkennung der Infektion (nosokomiale Diarrhö) und der raschen Einleitung spezifischer mikrobiologischer Diagnostik, der sachgerechten Therapie und der zügigen Umsetzung von Hygienemaßnahmen durch geschultes Personal.

Die Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektketten sollten bei begründetem Verdacht auch schon vor Eintreffen des mikrobiologischen Befundes eingeleitet werden.

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