Varicella-Zoster-Virus: Ursache für Herpes zoster © Tatiana Shepeleva/Shutterstock.com

Bei dem Varicella-Zoster-Virus (VZV) handelt es sich um ein behülltes Virus aus der Gruppe der Herpesviren. Er kann zwei verschiedene klinische Krankheitsbilder verursachen: Varizellen (Windpocken) und Herpes zoster (Gürtelrose). Varizellen sind weltweit verbreitet.

Bei einer Erstinfektion mit dem VZV spricht man von einer Windpockenerkrankung. Diese Viruserkrankung wird in der Regel exogen (von außen) erworben und meist im Kindesalter durchgemacht. Bei dieser Erstinfektion können die Viren über Fortsätze der Nervenzellen in Rückenmarks- und Hirnverknotungen (Ganglien) gelangen. Hier bleiben sie, bei normaler Funktion der Abwehrfunktion, unschädlich.

Kommt es zum Nachlassen oder zu einer Schädigung der Abwehrfunktion, kann es zu einer erneuten Infektion „von innen“ kommen. Dann spricht man von einer endogenen Infektion, dem Herpes zoster. Diese Re-Infektion durch das Windpocken-Virus kann oft noch nach Jahrzehnten erfolgen. Medizinische Mitarbeiter sollten sich durch eine Impfung gegen den Varicella-Zoster-Virus schützen.

Infektionsweg (endogene Infektion):

Es besteht eine geringe Ansteckungsfähigkeit (Kontagiosität). Nur die virushaltige Bläschenflüssigkeit ist infektiös. Eine Schmierinfektion erfolgt durch virushaltigen Bläscheninhalt oder durch Krusten, z. B. über:

  • die Hände des Mitarbeiters oder der Bewohner
  • kontaminierte Gegenstände (Handkontaktflächen, Kleidung, Wäsche)

Inkubationszeit und Ansteckungsfähigkeit (endogene Infektion – Herpes zoster):

Es besteht keine Inkubationszeit (,da endogenes Rezidiv). Menschen mit Herpes zoster sind bis zur Verkrustung der Bläschen ansteckungsfähig (Schmierinfektionen).

Klinische Symptomatik (endogene Infektion – Herpes zoster):

  • Abgeschlagenheit ggf. mit Fieber
  • Kribbeln, Brennen und Schmerzen in den Hautbereichen, in denen es später zum Ausschlag kommt
  • ggf. Schwellung regionaler Lymphknoten
  • kleine, rote, gruppiert stehende Flecken, die zunächst zu Papeln, dann zu Bläschen und schließlich zu Pusteln werden
  • typisch ist ein einseitiger scharf abgegrenzter Hautausschlag
  • Hautläsionen können verschiedene Entwicklungsstadien aufweisen: Papeln, Bläschen und Schorf („Sternenhimmel“)
  • teilweise durch starke Schmerzen gekennzeichnet
  • nach ca. 1 Woche: Eintrocknung und Verschorfung der Pusteln (ggf. Narbenbildung und Pigmentierung)
  • zu Komplikationen kann es durch eine bakterielle Superinfektion der Hautläsionen, häufig hervorgerufen durch Kratzen, kommen (in der Regel durch Streptococcus pyogenes oder Staphylococcus aureus)
  • nach Ausbleiben des Zosters können Nervenschmerzen, in Einzelfällen lebenslang, bleiben

Präventionsmaßnahmen:

Die beste Vorbeugung einer Varizellen-Infektion stellt die Impfung als aktive Immunisierung dar. Die strenge Einhaltung der Basishygiene kann die Übertragungswahrscheinlichkeit deutlich reduzieren.

Produktempfehlungen:

Desinfektionsmittel vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
*Arzneimittel vorsichtig verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier.
**Die Präparate zur Flächendesinfektion können mit unserem D-WIPES Spendersystem eingesetzt werden.

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