Noroviren © selvanegra/iStock/Thinkstock

Noroviren sind unbehüllte Viren aus der Familie der Caliciviridae. Noroviren sind weltweit verbreitet. Sie sind für einen Großteil der nicht bakteriell bedingten Gastroenteriden bei Erwachsenen (bis zu 50 Prozent) verantwortlich.

Die Meldedaten des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) bestätigen, dass ältere Personen über 70 Jahre besonders häufig betroffen sind. Dies trägt dazu bei, dass Norovirus-Erkrankungen die überwiegende Ursache von akuten Gastroenteritis-Ausbrüchen in Einrichtungen zur Pflege sind. Infektionen mit Noroviren können das ganze Jahr über auftreten, wobei ein saisonaler Gipfel in den Monaten Oktober bis März zu beobachten ist. Die Viren sind ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber Desinfektionsmitteln und Umwelteinflüssen.

Infektionsweg:

Das einzige Erregerreservoir ist der Mensch. Die Viren kommen im Stuhlgang und in Erbrochenem des Betroffenen vor. Die Übertragung erfolgt fäkal-oral (mit dem Stuhl – fäkal – ausgeschiedene Erreger werden über den Mund – oral – aufgenommen), z. B. über:

  • die Hände des Mitarbeiters oder der Bewohner
  • kontaminierte Gegenstände (z. B. Türgriffe, Handläufe, Toilettenbrillen)
  • kontaminierte Lebensmittel
  • kontaminiertes Trinkwasser

Eine orale Übertragung (über Mund und Nase) durch die Aufnahme virushaltiger Tröpfchen (Entstehung beim schwallartigen Erbrechen) ist ebenfalls möglich.

Inkubationszeit und Ansteckungsfähigkeit:

Die Inkubationszeit beträgt ca. 6 bis 50 Stunden. Die Ansteckungsfähigkeit besteht während der Dauer der Erkrankung und mindestens bis 48 Stunden darüber hinaus (die Infektiosität ist sehr hoch, minimale Infektionsdosis bei ca. 10 bis 100 Viruspartikeln). Eine Virusausscheidung über den Stuhlgang besteht in aller Regel 7 bis 14 Tage. In Ausnahmefälle kann die Ausscheidung auch noch Wochen danach fortdauern. Deshalb ist die sorgfältige Beachtung der üblichen Hygieneregeln im Anschluss an die Erkrankung zwingend.

Klinische Symptomatik:

  • schwallartiges Erbrechen und starke Durchfälle
  • ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit abdominalen Schmerzen, Kopf- und Muskelschmerzen
  • Mattigkeit
  • ggf. leicht erhöhte Körpertemperatur

Die Symptomatik kann auch milder verlaufen. Erkrankungen nur mit Durchfall oder Erbrechen sind möglich. Die klinischen Symptome klingen nach 12 bis 48 Stunden ab.

Präventionsmaßnahmen:

Eine Impfung steht nicht zur Verfügung. Wichtig ist die konsequente Einhaltung der Basishygienemaßnahmen und der Einsatz wirksamer Präparate. Die Maßnahmen zur Unterbrechung von Infektketten sollten bei begründetem Verdacht auch schon vor Eintreffen des mikrobiologischen Befundes eingeleitet werden.

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